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Empathie oder Strategie?

Gedanken zu uralten (Macht-)Mustern und neuen Möglichkeiten

30.09.2020 11:23 Uhr – n-tv: Merkel-Appell an Bevölkerung “Wir riskieren gerade alles, was wir erreicht haben”
Von “Abstand ist die neue Fürsorge” redet sie – von unglaublich bedrohlichen Zahlen, die eintreffen werden, wenn wir nicht alle in A.H.A., C.-App und Verzicht zusammenhalten – “lassen Sie uns uns gegenseitig immer wieder an die Maßnahmen erinnern”, sagt sie. Und stellt die Frage, wie es uns – der Bevölkerung – damit ginge, wenn wir wieder liebe Menschen aufgrund notwendiger Maßnahmen alleine in Krankenhäusern und Altenheimen sterben lassen müssten … Sie schwört die Bevölkerung unglaublich bewegend auf die Gefahren ein, die uns erwarten, wenn wir nicht folgsam alle Maßnahmen einhalten, die die Regierung beschließt.

Ein jahrtausende altes Muster: Menschen tun (fast) alles, wenn man ihnen glaubhaft machen kann, dass sie bei Nicht-Befolgen der Anweisungen ANDERE in Gefahr bringen.

So wird jede noch so berechtigte Frage zur Sinnhaftigkeit von Anordnungen im Keim erstickt.
So werden Menschen gefügig und lenkbar.
So steigt die Bereitschaft, andere, die dennoch wagen, Fragen zu stellen, als “Gefährder” abzustempeln und sie ungehört ins Abseits zu drängen.
So geraten “manch Folgsame” in Versuchung, andere zu kontrollieren oder gar zu denunzieren.

Und …
SO wird jede Chance auf Dialog vertan.

“Vier Augen sehen mehr als zwei” lautet ein weises Sprichwort.

Wieviel Wissen und Möglichkeiten bleiben im Verborgenen, wenn der Fokus darauf liegt, Menschen zu lenken, statt Eigenverantwortung, Mitsprache und Kompetenzvielfalt zu stärken und zu fördern?

… und wieviele Möglichkeiten bleiben auf der Strecke, wenn nur ausgewählte zwei plus ein kleines X-(RKI-)Meinungen gehört werden?
Sind nicht auch – oder sogar gerade – unbequeme Fragen oft ein Meilenstein für Fortschritt gewesen?

Mit Blick auf Corona: wir werden uns mit ihm arangieren müssen, er wird bleiben, mutieren, Pause machen, wiederkommen – so, wie er es schon immer getan hat. Mal hieß er so, mal anders, mal war er harmlos, mal war er es nicht.
Aber er durfte sich noch nie so sehr in allgemeiner Beachtung sonnen.
Die Frage ist: IST Corona so gefährlich – oder wird er so gefährlich GEMACHT? … und wenn Letzteres, dann frag ich mich: WOZU???

Aber vielleicht geht es gar nicht um Corona, sondern – wie in der Persönlichkeitsentwicklung auch – darum, alte Muster zu hinterfragen, aufzulösen und loszulassen?
… darum, neue Möglichkeiten für das Zusammenleben in Gemeinschaft zu finden, die nicht auf Macht und Anordnungen, im schlimmsten Fall auf Erpressung, sondern auf Selbstverantwortung und Vertrauen in andere beruhen?

Vielleicht geht es darum, wieder ins eigene Spüren zu kommen und sich selber die Frage zu stellen “worum geht es hier wirklich?” unter all den Worten (und unter all den Statistiken und Panik-Szenarien)?

Worum geht es bei der Maskenverordnung, wenn Schutz angeführt und dabei nicht berücksichtigt wird, wie viele Menschen unter der Rückatmung von CO2 leiden?

Worum geht es hier wirklich, wenn mit steigenden Fallzahlen Panik geschürt wird, ohne die Fallzahlen ins Verhältnis zur Anzahl der durchgeführten Tests zu setzen?

Worum geht es hier wirklich, wenn von Positiv-Getesteten geredet wird, ohne zu schauen, wer davon wirklich krank und infektiös ist?

Worum geht es hier wirklich, wenn all diese Fragen nicht gestellt werden dürfen, ohne dass man als Verschörungstheoretiker oder Leugner oder Gefährder bezeichnet wird?

Worum geht es hier wirklich, wenn es scheint, dass es kaum eine Rolle spielt, im Dialog mit Experten und der Bevölkerung einen WIRKLICH sinnvollen Umgang mit dem Virus HERAUSZUFINDEN, aber stattdessen viel Energie und Ressourcen dafür verwendet werden, neue Gesetze zu schaffen und die Bevölkerung zu ängstigen?

All diese Fragen sind selbstverständlich durch meine “eigene Brille” gefragt. Vielleicht hast Du ganz andere Fragen und ganz andere “Brillen”.

Ganz abgesehen von Viren, Gefahren und sonstigem “Ungemach”:
Vielfalt und Gemeinschaft bedeutet für mich, wenn Deine und Deine und Deine … und meine Fragen sein dürfen.
… wenn wir uns gegenseitig zuhören und mit dem Herzen SEHEN.
… wenn jeder einfach SEIN darf.

Lach – auch die Kanzlerin darf SEIN … Aber wenn sie mir etwas verordnet, das mir oder meinem Körper schadet, dann darf ich auch NEIN sagen – in Liebe, aber NEIN …
… und wenn sie einer Strategie folgt, die sich für mich nicht gut anfühlt, dann darf sie das – genauso, wie ich sagen darf, dass ihre Strategie für mich nicht passt.

Wie denkst Du darüber? Was sind Deine ganz persönlichen Fragen?
Freu mich auf Dein Feedback, eine gute Nacht!
Deine
Antje



 
 
Das Strategiepapier des Bundesministeriums des Innern kann man übrigens ganz offiziell auf dieser Seite herunterladen:
Das ist der Link zu dem Papier als PDF
… und dieser Auszug ist ein Teil des Strategiepapiers, von dem ich anfangs dachte, dass das hier Geschriebene niemand wirklich ernst meinen könnte. War wohl ein Irrtum …

Auszug/ Absatz 4 aus den insgesamt 17 Seiten – bitte lies selber ALLE Seiten und spür in Deine eigene Meinung hinein 🙂 Denn auch dieses Zitat ist nur meine “Brille”, die den Text in “Grusel-Farbe” erscheinen lässt …

4. Schlussfolgerungen für Maßnahmen und offene Kommunikation 4 a. Worst case verdeutlichen! Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher».
Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen. Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseu-chung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:
1)Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewie-sen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft krie-gen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Le-bensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls. Die Bilder aus Italien sind verstö-rend. 2)”Kinder werden kaum unter der Epidemie leiden”: Falsch. Kinder werden sich leicht anste-cken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.
3)Folgeschäden: Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzin-farkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren. Eine viel häufigere Folge ist monate- und wahrscheinlich jahrelang anhaltende Müdigkeit und reduzierte Lungenkapazität, wie dies schon oft von SARS-Überlebenden berichtet wurde und auch jetzt bei COVID-19 der Fall ist, obwohl die Dauer natürlich noch nicht abgeschätzt werden kann.
Ausserdem sollte auch historisch argumentiert werden, nach der mathematischen Formel: 2019 = 1919 + 1929
Man braucht sich nur die oben dargestellten Zahlen zu veranschaulichen bezüglich der anzunehmen-den Sterblichkeitsrate (mehr als 1% bei optimaler Gesundheitsversorgung, also weit über 3% durch Überlastung bei Durchseuchung), im Vergleich zu 2% bei der Spanischen Grippe, und bezüglich der zu erwartenden Wirtschaftskrise bei Scheitern der Eindämmung, dann wird diese Formel jedem einleuchten.

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